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Lebensraum Himalaya

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Auf Yetis Spuren

Zur Entstehung der Ausstellung: Anfang der 1990er Jahre hatte Stefan Gratzer mit dem Verein Naturworld, dessen Gründer und Obmann er war, die Idee eine Ausstellung mit dem Titel «Gimpel & Co.», zu gestalten. In dieser Ausstellung galt es möglichst viele Gimpelarten aus aller Welt zu zeigen. Diese sollten dann in Schulen sowie in verschiedenen Ausstellungsräumen interessierten Besuchern zugänglich gemacht werden. Ein eigenes Museum in der Zukunft sollte ein weiterer Schritt des Vereins sein. Um dieses Ausstellungsvorhaben umzusetzen, kontaktierte der Präparatormeister Stefan Gratzer, private Vogelhalter und Zoos in Österreich und Deutschland mit der Bitte, ihm verstorbene Gimpel kostenlos für diese Ausstellung zu überlassen. Da der Großteil aller Gimpelarten der Erde im Himalaya vorkommt, war indirekt der Grundstein für die jetzige Ausstellung gelegt! Neben den Gimpeln stellten die Vogelzüchter und Zoos auch kostenlos andere Tierarten zur Verfügung, die jetzt ebenfalls Schauobjekte dieser Ausstellung sind. Alle Tiere, die in der Ausstellung Lebensraum Himalaya gezeigt werden, stammen also aus Gefangenschafft, wo sie eines natürlichen Todes starben und wurden nicht der Natur für diese Ausstellung entnommen.

Im Laufe der Jahre wuchs das persönliche Interesse von Stefan Gratzers an der Thematik Lebensraum Himalaya und durch einen Zufall geriet ihm eine Doktorarbeit mit dem Titel «Ornithologische Ergebnisse zweier Forschungsreisen nach Tibet» in die Hände. Nach dieser Lektüre war endgültig der Entschluss gefasst, eine umfassendere Ausstellung über die Tierwelt des Himalayas zu schaffen. Im Verlauf der Entwicklung dieser Aufgabe, wuchs auch das Interesse von Stefan Gratzer an den Kulturen dieser Region. Er begann somit alte Fotos sowie Alltagsgegenstände aus Tibet und den umliegenden Ländern zu sammeln.

Einige der Fotos die in der Ausstellung gezeigt werden, dürfen wir mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Bundesarchivs in Koblenz zeigen. Sie wurden für Bildung und Lehrzwecke für die Ausstellung kostenlos zur Verfügung gestellt. Alle diese Fotos sind im Internet unter dem Titel «Bundesarchiv Titel Tibet» zu finden. Weitere Fotos, sowie Ethnografische Gegenstande, befinden sich alle im Besitz des Naturmuseums Salzkammergut, welches die Objekte durch seinen Ausstellungsverleih zur Verfügung stellt.

Zur jetzigen Ausstellung im Haus der Berge: 2017 gab es ein erstes Arbeitsgespräch zwischen Dipl. Biologe Ulrich Brendel und Stefan Gratzer, bei dem beschlossen wurde, gemeinsam eine Sonderausstellung für das Haus der Berge, mit dem Titel «Lebensraum Himalaya» zu planen und zu gestalten. Bei mehreren Arbeitstreffen wurde eine Auswahl der Objekte, die jetzt in der Ausstellung gezeigt werden, festgelegt. Der Schwerpunkt der Auswahl lag dabei auf der Schönheit und Ausgefallenheit der endemischen Tierarten dieser Naturregion. Diese wurden aus der Vielzahl der möglichen Objekte, die im Naturmuseum Salzkammergut zur Verfügung stehen, ausgesucht. Ebenso verhielt es sich mit den Fotografien und den Ethnografischen Gegenständen. Nachdem die Auswahl getroffen und der Ausstellungstermin fixiert waren, begann das Zweierteam Stefan und Alexander Gratzer, beide Zoologische Präparatoren am Naturmuseum Salzkammergut, mit dem Bau und der Gestaltung der Dioramen für diese Sonderausstellung. Dipl. Biologe Ulrich Brendel stand Ihnen dabei beratend zur Seite. Mit dieser Ausstellung wird, wie wir meinen, erstmals eine Kombination von Themen über den Himalaya gezeigt, deren Schwerpunkte nicht allein die Religionen des höchsten Gebirgszuges der Erde, sondern die Lebensräume mit ihrer Tierwelt und Ihren Menschen sind.

Ein Ausschnitt dieser Ausstellung ist derzeit im Naturmuseum Salzkammergut zu sehen!